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Kulturwandel statt Toolwandel: Mitarbeiter mitnehmen für erfolgreiche Digitalisierung im Autohaus

Warum Digitalisierung im Autohaus scheitert

Viele Digitalprojekte im Autohaus starten mit großen Erwartungen: neue Systeme, neue Prozesse, neue KPIs. Und trotzdem bleibt die Wirkung begrenzt.

Die Gründe dafür liegen selten in den Systemen und Prozessen, sondern in der Umsetzung. Mitarbeitende werden mit der Veränderung nicht warm, weil sie nicht ausreichend eingebunden wurden. Hinzu kommt, dass Routinen sich über Jahre festgefahren haben.

Die Führungsebene unterschätzt allzu oft die Widerstände, die daraus entstehen können. Studien renommierter Beratungen wie Boston Consulting Group oder McKinsey & Company zeigen seit Jahren, dass ein Großteil von Transformationsprojekten hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Technologie verändert Prozesse, Kultur verändert Verhalten

Ein neues Tool bedeutet immer Veränderung, aber keine Software verändert automatisch die Einstellung Ihrer Mitarbeiter.

Mit einem neuen CRM wird ein neuer Ablauf eingeführt. Wenn Verkäufer aber den Mehrwert nicht erkennen, bleibt das CRM ein Pflichtfeld. Ein neues Marketingtool verändert die Kampagnensteuerung, aber ohne Rückkopplung aus dem Vertrieb, verpuffen Kampagnen.
Eine Datenplattform bedeutet neue Reportings und Zielgruppenansprache. Wenn Serviceberater allerdings keinen Nutzen sehen, bleiben Daten lückenhaft.

Eine digitale Transformation muss deshalb immer zwei Ebenen adressieren:

  1. Technische Implementierung
  2. Verhaltensänderung im Alltag

Meist ist bereits klar, dass die technische Implementierung wichtig ist. Die Verhaltensänderungen im Alltag werden leider häufig unterschätzt. Wer bei der Digitalisierung im Autohaus nur Ebene eins bearbeitet, riskiert geringe Nutzungsraten und Frustration.

Das Change-Playbook für Digitalisierung im Autohaus

1. Klare Zieldefinition

Beantworten Sie vor Projektstart folgende Fragen:

  • Welches konkrete Problem lösen wir?
  • Welche Kennzahlen sollen sich verbessern?
  • Was bedeutet Erfolg nach sechs oder zwölf Monaten?

Dokumentieren Sie diese Ziele schriftlich und kommunizieren Sie sie offen.

2. Stakeholder-Analyse

Identifizieren Sie Stakeholder basierend auf folgenden Punkten:

  • Wer ist direkt betroffen?
  • Wer hat informellen Einfluss im Team?
  • Wo sind potenzielle Widerstände zu erwarten?

Binden Sie Schlüsselpersonen frühzeitig ein, um Verständnis im Team zu schüren und Widerstände abzubauen.

3. Kontinuierliche Schulung

Wenn Change-Projekte scheitern, liegt das oft auch daran, dass Teams nur eine einmalige Einführung erhalten.

Versuchen Sie es stattdessen mit:

  • Basisschulungen vor dem Go-live
  • Praxisschulungen nach vier Wochen
  • Review-Workshops nach drei Monaten

Diese Schulungen müssen möglichst praxisnah und auf die einzelnen Teams zugeschnitten sein, mit echten Kundendaten und echten Fällen aus Vertrieb und Service.

4. Dokumentation und Transparenz

Während der Einführungsphase sollten Sie die wichtigsten Punkte dokumentieren und für alle Mitarbeiter zugänglich machen.

Halten Sie folgendes fest:

  • Neue Prozessschritte
  • Verantwortlichkeiten
  • Eskalationswege

Dadurch schaffen Sie zusätzliche Sicherheit im Team.

5. Erfolgserlebnisse sichtbar machen

Mit Erfolgserlebnissen zeigen Sie den Mehrwert neuer Systeme und Prozesse auf. Zusätzlich können Sie so Ihr Team motivieren und weiter an Bord holen.

Sammeln Sie konkrete Beispiele:

  • Zusätzlicher Abschluss durch systematische Wiedervorlage
  • Reaktivierter Servicekunde durch datenbasierte Kampagne
  • Höhere Terminquote durch automatisierte Ansprache

Kommunizieren (und feiern) Sie diese Erfolge aktiv im Teammeeting.

6. Incentives und Anerkennung

Digitalisierung im Autohaus funktioniert nur mit Motivation. Um diese in Ihrem Team zu schüren, haben Sie unter anderem folgende Möglichkeiten:

  • KPI-basierte Zielvereinbarungen
  • Transparente Rankings
  • Teamprämien bei Erreichung definierter Nutzungsquoten

Wichtig ist, dass die vereinbarten Ziele und Prämien fair und für Ihr Team nachvollziehbar sind. Unrealistische KPIs können den gegenteiligen Effekt erzielen.

Infografik mit sechs Schritten zur erfolgreichen Digitalisierung und CRM-Einführung im Autohaus inklusive Schulung, Prozesse und Erfolgsmessung

Typische Stolpersteine und wie Sie sie vermeiden

Stolperstein 1: Das Projekt wird zur IT-Sache Lösung:

Lösung: Geschäftsführung und Bereichsleiter müssen sichtbar Verantwortung übernehmen und das Projekt Digitalisierung im Autohaus als Führungsaufgabe begreifen.

Stolperstein 2: Zu hohe Erwartungen

Lösung: Definieren Sie realistische Zwischenziele und messen Sie so den Fortschritt.

Stolperstein 3: Fehlende Nachkontrolle

Lösung: Führen Sie monatliche Nutzungsreports und Review-Gespräche ein, um die aktuelle Lage einzuschätzen und ggf. nachzubessern.

Stolperstein 4: Keine Feedbackschleifen

Lösung: Regelmäßige Befragungen der Anwender erlauben es Ihnen, Unsicherheiten und Pain Points zu definieren und konkrete Anpassungen vorzunehmen.

VEACT als strategischer Partner bei der Digitalisierung im Autohaus

Ein digitaler Wandel im Autohaus braucht Struktur und eine Umsetzung, die Widerstände im Team minimiert.

VEACT begleitet Autohäuser nicht nur technologisch, sondern auch organisatorisch in der Implementierungsphase. Dabei verlieren wir andere Systeme, die das VEACT Tool beeinflussen nie aus den Augen.

In der Praxis bedeutet das:

  1. Analyse vorhandener Kundendaten und Prozesse
  2. Definition realistischer Zielbilder
  3. Unterstützung bei Implementierung und Prozessanpassung
  4. Schulungen für Marketing- und Vertriebsteams
  5. Erfolgskontrolle mit klaren KPIs

Die Plattform ist bewusst so gestaltet, dass sie im Autohausalltag einfach nutzbar ist. Das reduziert Einstiegshürden und erhöht die Akzeptanz im Team.

Entscheidend bei der Digitalisierung im Autohaus ist die Kombination aus Technologie, Beratung und kontinuierlicher Begleitung, denn genau das macht den Unterschied.

Zusammenfassung und nächste Schritte

Rund 70 Prozent der Transformationsprojekte scheitern oder bleiben hinter den Erwartungen zurück. Der Hauptgrund sind menschliche Faktoren, die bei der Implementierung neuer Systeme und Prozesse oft unterschätzt werden.

Wenn Sie Digitalisierung im Autohaus erfolgreich umsetzen wollen, dann starten Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme:

  1. Wie hoch ist heute die tatsächliche Systemnutzung?
  2. Wo entstehen Widerstände?
  3. Sind Ziele klar definiert?

Auf dieser Basis können Sie gezielt handeln, Schritt für Schritt und mit Fokus auf Kultur statt nur auf Tools.

Sie möchten noch mehr erfahren?

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit VEACT Datensilos aufbrechen und Ihre Daten gewinnbringend nutzen können, inklusive personalisierter Roadmap. Auf Wunsch stellen wir unsere Plattform in einer Demo vor. Finden Sie heraus, wie Datenintegration, Automatisierung und Messbarkeit in einem Plattformansatz abgebildet werden.

Kontakt

Daniel Richter
Head of Marketing & Sales Enablement